DRK-Rettungshundestaffel Schleswig-Flensburg

Die Mitglieder der DRK-Rettungshundestaffel sind auschließlich ehrenamtlich und kostenlos tätig. Unsere Teams sind in der Flächensuche ausgebildet und werden bei der Suche nach vermißten Personen eingesetzt.

Wozu Rettungshunde?
Menschen kehren aus den unterschiedlichsten Gründen nicht wieder nach Hause zurück:

  • ältere Personen, die auf Grund von Verwirrtheitszuständen die Orientierung verloren haben,
  • das spielende Kind, das sich verläuft,
  • der Jogger, Mountainbiker, Drachenflieger oder Reiter, der nach einem Sportunfall hilflos im Wald liegt und auf Hilfe hofft,
  • der Wanderer, Pilzsucher oder Jäger, der nach einem Schwächeanfall in unwegsamen Gelände dringend ärztliche Hilfe benötigt,
  • der behinderte Mitmensch, der nicht nach Hause zurück findet,
  • das Opfer eines Verkehrsunfalls, das unter Schock vom Unfallort fortgelaufen ist,
  • die Opfer größerer Unfälle, die im Schockzustand ungeachtet ihrer schwerwiegenden Verletzungen von der Unglücksstelle weglaufen,
  • der Mitmensch mit Selbstmordabsichten.


- Alle diese Menschen brauchen schnellstmögliche Hilfe!
Bei der Flächensuche nach einem Vermissten steht die Einsatzleitung bei der Organisation der Suche immer wieder vor dem gleichen Problem: sie muss mit den verfügbaren Hilfskräften ein

  • möglichst großes Gebiet
  • in möglichst kurzer Zeit
  • effektiv und mit hoher Sicherheit

absuchen.

Zusätzliche Faktoren wie die Witterungslage, der Grund des Verschwindens, der körperliche Zustand der Person und die Geländebeschaffenheit im Suchgebiet erhöhen ggf. den Druck auf die Suchkräfte, möglichst schnell und effizient zu suchen.

Für solche Suchaktionen stehen Mitglieder der Feuerwehren, der Bergwacht, des DRK oder anderer Hilfsdienste - bei größeren Aktionen auch Hundertschaften der Polizei, das THW und die Bundeswehr - zur Verfügung. Ein bedeutendes, oft leider nicht verfügbares Hilfsmittel, sind Hubschrauber mit einer speziellen Wärmebildkamera.
Die Herausforderung für die Einsatzleitung ist es, alle verfügbaren Kräfte so effektiv wie möglich einzusetzen.

Hier können die DRK-Rettungshunde die Suchkräfte entscheidend entlasten

Der Mensch ist bei der Suche ausschließlich auf seine Augen angewiesen und daher gerade bei Dunkelheit und in unübersichtlichem Gelände nur bedingt einsetzbar.
Der Hund dagegen arbeitet überwiegend mit seiner Nase und ist damit dem Menschen absolut überlegen. Ein Beispiel:
Wie viele Helfer und wie viel Zeit braucht es wohl, um eine dichte Tannenschonung von 50 x 100 Meter in der Dunkelheit durch menschliche Hilfskräfte, auf den Knien durch das Dickicht kriechend, absuchen zu lassen?
Zwei Rettungshundeteams brauchen dafür jedenfalls nur ca. 5 Minuten und wenn der Wind günstig steht, genügt auch ein einziges Team, um die Schonung abzusuchen, ohne dass eine menschliche Hilfskraft die Schonung betreten müsste. Dies gelingt, da die Hunde selbständig und freilaufend arbeiten, also nicht an der Leine, so dass Böschungen, Dickichte, Bäche etc. für sie keine Hindernisse darstellen. So können sie ihre körperlichen Fähigkeiten voll einsetzen. Die Suchtaktik ihres Hundeführers sorgt zudem dafür, dass die Hunde das zugeteilte Gebiet schnell und zuverlässig absuchen.
Ausgebildete Hunde haben, trotz des in der Ausbildung bewusst genutzten Jagd- und Beutetriebes, keinen auf Wild gerichteten Jagdtrieb und ignorieren während der Suche jeglichen Wildkontakt.
In ihrer ca. zweijährigen Ausbildung lernen Rettungshunde, dass 'Menschen finden' für sie immer eine positive Erfahrung ist. Mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn „orten“ sie einen Vermissten bereits auf mehrere hundert Meter Entfernung - und das weitgehend unabhängig von Geländebeschaffenheit, Witterung und Tages- oder Nachtzeit.
Der Hund hat zudem gelernt, Kommandos seines Hundeführers unter Umständen nicht zu folgen. Wenn er etwa den Geruch des Vermissten sicher in der Nase hat, wird er sich in der Suche nicht abrufen lassen. Ein gut ausgebildeter Hund verweigert dieses Zurückrufen dann auf eine dem Hundeführer verständliche Art, z.B. durch Ruten wedelndes Weiterlaufen. Dieses Verständnis zwischen Hund und Hundeführer ist die absolute Grundvoraussetzung für einen Einsatz als Team.
Hat der Hund eine vermisste Person gefunden, bleibt er bei ihr und zeigt dies durch ausdauerndes Bellen an. Dies ist notwendig, da der Hund frei sucht und somit nicht direkt bei seinem Hundeführer ist. Dieser orientiert sich nun am Bellen des Hundes, um zur vermissten Person zu gelangen.
Der Hund verhält sich derweil bei der vermissten Person absolut passiv, d.h. er bedrängt sie nicht und bleibt in gebührendem Abstand, selbst wenn z.B. eine verwirrte Person weiter läuft oder sich gar dem Hund gegenüber aggressiv verhält.

Der Rettungshundeführer hat neben der Suche auch die Aufgabe, die Funkverbindung mit der Einsatzleitung zu halten, sich mit Karte und Kompass oder GPS im Gelände zu orientieren, das Suchgelände einzuteilen, die Suche mit den anderen Rettungshundeführern zu koordinieren, der gefundenen Person in Zusammenarbeit mit dem begleitenden Sanitätspersonal Erste Hilfe zu leisten und den Abtransport in die Wege zu leiten.
Rettungshundeteams sind also in der Lage, insbesondere bei schwierigem Gelände die Suchzeit entscheidend zu verkürzen, ein Faktor, der für die vermisste Person lebenswichtig sein kann.


Der hohe Standard der Rettungshundearbeit wird durch zu wiederholende Prüfungen (alle 18 Monate) sichergestellt.

Die Mitglieder der RHS Schleswig-Flensburg trainieren im Sommerhalbjahr wöchentlich montags und im Winterhalbjahr alle zwei Wochen samstags.

Sollten Sie Interesse an einer Mitwirkung haben stellen wir gerne den Kontakt zur Staffelleitung für Sie her.


Kontakt in der Geschäftsstelle

Tom Wierk
Telefon: +49 (0)4621 819 - 50
Telefax: +49 (0)4621 819 - 27
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Foto Tom Wierk
Logo Rettungshundestaffel

Alarmierung der DRK-Rettungshundestaffel

Über die Rettungsleitstelle:
Notruf 112

den Staffelleiter:
Andreas Sick
Tel.: 0152 - 33 68 48 33

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die stellv. Staffelleiterin:
Heike Hinrichsen
Mobil: 0160 - 94 64 42 78