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DRK-Kreisversammlung 2023

Harald Krabbenhöft (v.l.), Johannes Godbersen, Karsten Stühmer, Michaela Kaiser und Torsten Geerdts

„Der DRK-Kreisverband Schleswig-Flensburg kümmert sich um Menschen in Not“, sagte Präsident Karsten Stühmer auf der Kreisversammlung im Hotel Goos in Jübek. Dies wäre ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich, ging sein Dank an die 54 Ortsvereine, die mit 49 Delegierten vertreten waren. Diesen Worten schloss sich der geschäftsführende Vorstand Marc Heeschen an: „Mit Ihren Aktivitäten erbringen Sie einen Mehrwert für die Dorfgemeinschaft. Dabei wird Sie der DRK-Kreisverband weiterhin unterstützen.“

Im Anschluss berichtete Marc Heeschen von der hauptamtlichen Arbeit, die aus fünf Säulen besteht: Erste Hilfe; Flüchtlings-, Integrations- und Migrationsarbeit; Kinder, Jugend und Familie; Pflege; Rettungsdienst. 2022 hätten der DRK-Kreisverband Schleswig-Flensburg und seine gemeinnützigen Tochtergesellschaften einen Überschuss erwirtschaftet, sagte er und dankte den 800 Mitarbeitern für ihre gute Arbeit: „Ohne Euch wären wir nichts.“ Das gute Ergebnis nahm die Kreisversammlung auf Vorschlag von Präsident Stühmer zum Anlass, den Beitrag der Ortsvereine an den Kreisverband 2023 einmalig von zehn auf sechs Euro pro Mitglied zu reduzieren.

Große Veränderungen gibt es im Bereich Kinder und Jugend: Eine neue Kindertagesstätte ist in Satrup in Bau, eine weitere ist in Schleswig geplant. Und ab 1. August übernimmt der DRK-Kreisverband je eine Einrichtung in Bergenhusen und Jerrishoe. Damit steigt die Zahl der DRK-Kitas im Kreis auf 16. Die Sozialpädagogische Familienhilfe betreute in Kooperation mit dem Jugendamt 66 Familien und soll weiter ausgebaut werden.

In der Pflege „ist das DRKein unentbehrlicher Anbieter ambulanter Dienstleistungen in der ländlichen Region“, betonte Heeschen. Neben Erfde gibt es seit 2022 eine DRK-Sozialstation in Satrup. Zudem betreibt der DRK-Kreisverband Schleswig-Flensburg fünf Pflegezentren mit Platz für 345 Bewohner.

Die Ausbildung von Pflegefachkräften erfolgt künftig in Zusammenarbeit mit der DRK Akademie Schleswig-Holstein im DRK-Bildungszentrum in Schleswig, das am 29. Juni eröffnet wird. Gemeinsam mit der DRK-Rettungsdienstschule Schleswig-Holstein werden dort zudem Notfallsanitäter ausgebildet.

„Im Rettungsdienst ist der DRK-Kreisverband ein verlässlicher Partner des Kreises Schleswig-Flensburg“, so der Vorstand. „Unsere 180 Mitarbeiter erbringen hervorragende Leistungen und es ist noch nie ein Rettungswagen mangels Personals abgemeldet worden“, sagte er – dies sei keine Selbstverständlichkeit.

Die Erste Hilfe wurde im Vergleich zu 2021 erweitert: Die Anzahl der Kurse stieg von 228 auf 317 und die Teilnehmerzahl stieg von 2560 auf 3573.

Im Bereich Flüchtlings-, Integrations- und Migrationsarbeit werden neben der bestehenden Unterkunft in Schaalby weitere Einrichtungen in Idstedt sowie Handewitt eingerichtet und betreut.

Im Anschluss wählten die Delegierten Michaela Kaiser vom DRK-Ortsverein Taarstedt zur stellvertretenden Präsidentin. Die 48-Jährige tritt die Nachfolge von Frauke Reese an, die auf eigenen Wunsch ausgeschieden war. Die Wahl von Marko Flöck zum Beauftragten für das Jugendrotkreuz wurde bestätigt.

Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, der selbst viele Jahre im DRK-Kreisverband engagiert war, dankte den Ehrenamtlern, dass sie „Zeit und Geld opfern, um der Idee des Roten Kreuzes zu dienen“. Torsten Geerdts, Präsident des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein, wünschte sich ein selbstbewussteres Auftreten: „Das DRK hat 72000 Mitglieder im Land – deutlich mehr als alle Parteien zusammen.“ Allerdings müsse die Vereinsarbeit attraktiver werden, betonte er und nannte ein Beispiel: „Die Satzung muss an die Zeit angepasst werden, so dass die Vorstandsarbeit flexibler werden kann.“

Gemeinsam mit Karsten Stühmer übernahm Torsten Geerdts die Ehrungen von Harald Krabbenhöft (seit 2021 stellvertretender Kreispräsident; von 2013 bis 2021 ehrenamtlicher Kreisvorstand; von 2009 bis 2022 Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Satrup), Johannes Godbersen (seit 2014 Beisitzer im Kreisverband; seit 2005 Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Großenwiehe-Lindewitt) und Ingrid Lassen (seit 40 Jahren aktives Mitglied im DRK-Ortsverein Satrup, wo sie ebenso lang Bezirkshelferin war).